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Beratung

„Unsichtbaren Wohnraum“ mobilisieren

Foto: Frank Peter

Seit April 2026 arbeite ich als „Referent Wohnen“ bei der Stadt Potsdam. Eine wesentliche Aufgabe sind Aufbau und Leitung der WOHNRAUMAGENTUR POTSDAM.

Das knüpft an meine freiberufliche Arbeit an – von 2022 bis 2026 habe ich Kommunen dabei begleitet, den „unsichtbaren Wohnraum“ zu erschließen. Am Anfang stehen drei Fragen: Wird in Ihrer Kommune Wohnraum gesucht? Möchten Sie das Klima schützen und den Flächenverbrauch mindern? Und gibt es ältere Eigentümerinnen, die allein im Haus leben und sich einsam fühlen? Auf diese drei sehr unterschiedlichen Fragen bietet der „unsichtbare Wohnraum“ eine gemeinsame Antwort. Um die versteckten Wohnraumreserven zu heben, empfehle ich folgende Erfolgsmodelle:

  • Homeshare nach internationalen Standards: Das Zusammenwohnen für Jung und Alt belebt alte Häuser mit jungen Leuten. Sie können in Haus und Garten helfen oder beteiligen sich an den Wohnkosten. Während das deutsche Modell „Wohnen für Hilfe“ unter schlechten Rahmenbedingungen leidet, arbeitet Homeshare professionell. Durch angemessene Gebühren trägt es sich weitgehend selbst.
  • Sicheres Vermieten: Manche Vermieterinnen trauen sich nicht mehr zu vermieten, auch weil sie schlechte Erfahrungen gemacht haben. Dank Mietgarantien und Mietbegleitung kommen leerstehende Wohnungen wieder an den Wohnungsmarkt, als soziale Wohnungen für Mieter mit dringendem Bedarf.
  • Wohnwünsche-Agentur: Sie umfasst neben Homeshare und „Sicheres Vermieten“ eine allgemeine Wohnraumberatung und Erfolgsmodelle für Umbau, Umzug und gemeinschaftliches Wohnen. Die Grundlage bilden die besten Beispiele aus anderen Kommunen und Nachbarländern.
  • Beratungsprozess: Die Abstimmung auf die örtlichen Umstände erfordert gründliche Recherchen. Grundlage für eine erfolgreiche Wohnraummobilisierung ist die Zusammenarbeit von Verwaltung und Stadtpolitik. Dazu kommen lokale Akteure aus drei Bereichen: Es geht um soziale Programme, die „nebenbei“ Wohnraum schaffen, um Klimaschutz und Energieberatung, sowie um Akteure rund um Stadtplanung und Wohnen. 

Unterstützen Sie Eigentümerinnen bei der Umsetzung ihrer Wünsche, Wohnraum anders zu nutzen. So schaffen Sie gleichzeitig Wohnraum für diejenigen, die ihn dringend nötig haben. Außerdem entlasten Sie den Neubau, schützen das Klima und mindern den Flächenverbrauch. Nicht zuletzt mindern Sie Einsamkeit im halbleeren Einfamilienhaus.

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