OptiWohn

Foto Universität Oldenburg

Forschungsprojekt OptiWohn
Seit Mai 2019 beteilige ich mich für drei Jahre am Forschungsprojekt OptiWohn zur optimierten Wohnraumnutzung, angebunden an die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Fachgebiet Ökologische Ökonomie. In den drei Modellstädten Köln, Göttingen und Tübingen sollen unter anderem Senioren beraten werden, die in zu groß gewordenen Häusern wohnen – sie erhalten Beratung zu Umbau, Umzug oder Untermiete, letzteres etwa nach dem Modell „Wohnen für Hilfe“. Wenn sie eine der Möglichkeiten nutzen, wird zugleich Wohnraum für andere frei, und das wiederum vermeidet Neubau und den damit verbundenen Energieaufwand. Darum ist OptiWohn auch ein ökologisches Projekt.

 

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Mein Teilprojekt: Wohnen für Hilfe
Seit den 1990er Jahren gibt es mittlerweile 35 Vermittlungsstellen in Deutschland nach dem Modell „Wohnen für Hilfe“: Meist ziehen junge Leute, oft Studierende, zu Älteren, und zahlen dafür keine Untermiete in Euro, sondern helfen im Garten, beim Einkauf oder im Haushalt, oft nach dem Motto „eine Stunde Hilfe für einen Quadratmeter Wohnraum“. Im Forschungsprojekt untersuche ich, wie die Vermittlungsstellen arbeiten, unter anderem anknüpfend an die Bachelorarbeit von Sebastian Kreimer. Erfolgsfaktoren und Hindernisse herauszuarbeiten soll auch denjenigen helfen, die neue Vermittlungsstellen gründen. Dazu nutzt auch ein Blick auf die internationalen Varianten von „homeshare“ und die in anderen Ländern bestehenden Netzwerke.

 

Cover Einfach anders wohnen

Umbau, Umzug und Untermiete: Einfach anders wohnen
Die Themen des Forschungsprojekts beschäftigen mich seit Jahren als Autor von Sachbüchern, etwa im Ratgeber „Einfach anders wohnen“ in der erweiterten Neuauflage 2019. Im Buch gibt es 66 Raumwunder zum Platzsparen und Zusammenwohnen, darunter Nr. 29 Wohnen für Hilfe, Nr. 30 Wohnen für Hilfe im Seniorenheim, Nr. 42 Sich Mieter vermitteln lassen, Nr. 43 Umziehen und  Nr. 43 Wohnungstausch. Der Serviceteil des Ratgebers nennt Wohnungsgesellschaften und Kommunen mit Umzugsprämien und Umzugshilfen, Programme von „Wohnen für Hilfe“ sowie soziale Wohnraumvermittler. Manche der Themen tauchen bereits in der Streitschrift „Verbietet das Bauen!“ von 2015 auf, in der Liste der 50 Werkzeuge, die Neubau überflüssig machen.
Aktuelles auf dem Bauverbot-Blog.

Projektinformationen
Forschungsprojekt Optiwohn – Quartiersspezifische Sondierung und Entwicklung innovativer Strategien zur optimierten Nutzung von Wohnflächen.
Ein Projekt im Programm „Ressourceneffiziente Stadtquartiere für die Zukunft“.
Leitinitiative Zukunftsstadt.
Projektträger Jülich.
Projektpartner:
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie / Dr. Michael Kopatz, Anja Bierwirth
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Fachgebiet Ökologische Ökonomie / Prof. Dr. Bernd Siebenhüner
werk.um Architekten / Arne Steffen
Stadt Köln. Stadt Göttingen. Stadt Tübingen.
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF.

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