Auf dem Weg zur Stadtwandel-Tagung

In freundschaftlich verbundener Nutzung des (übrigens von mir als Wortmarke gehaltenen) Begriffs „Stadtwandel“ ruft das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie zur Tagung „Stadtwandel als Chance“ am 28.11. in Wuppertal (und ist ausgebucht).

Flyer Stadtwandel Tagung

Warum fahre ich zur Tagung der Klimaforscher und Klimaschützer? Verschiedene Fachleute beschäftigen sich aus ihrer jeweiligen Sicht mit dem Stadtwandel, und dazu gehören neben Architekten, Stadtplanern und Immobilienexperten auch die Klima- und Umweltforscher. Schließlich leben gut zwei Drittel der Deutschen in Städten, so dass man sagen kann, dass sich am Wandel der Städte entscheidet, ob wir eine Energiewende schaffen und dem Klimawandel Einhalt gebieten können. Das war auch ein Grund, weshalb ich bereits in meiner Zeit als Verleger das Wuppertal Institut als Reihenpartner warb bei der Publikations- und Veranstaltungsreihe „Stadtwandel in Zeiten des Klimawandels„. Wissenschaftler des Instituts berieten mich und diskutierten mit mir bei der Konzeption der Reihe und der Auswahl der Orte, und weitere Wissenschaftler traten bei den Veranstaltungen auf.

Was mir gut gefällt, ist der globale Blick der Klimaexperten auf den dramatischen Hintergrund der aktuellen Klimaentwicklung, auch wenn es nicht unbedingt Spaß macht, die schlechten Nachrichten im Detail anzuhören. Ganz im Gegensatz dazu scheint mir aber manchmal, dass die Klimafachleute dann beim Blick auf Bauen und Stadtwandel einen zu verengten Blick haben: Sie schauen sehr auf angeblich energieeffiziente Bauweisen oder Techniken, mancher lässt sich von Plusenergiehäusern oder E-Mobilität begeistern, ohne die Gesamtbilanz von Altbau, Neubau oder gar Abriss zu beachten. Auch der vermeintlich energiesparsam betriebene Bau verbraucht erstmal eine Menge Energie, wenn er neu gebaut wird, im Gegensatz zum Altbau, der nunmal schon da steht. Schlimmer wird es, wenn dann noch Altbauten – mit erneutem Energieaufwand – abgerissen werden, um Platz für „Ökobauten“ zu schaffen. In eine Gesamtbilanz gehört dann außerdem die Mobilität, und das bedeutet, die Städte dürfen auch durch „Niedrigenergiehäuser“ nicht weiter zersiedelt werden.

Diese und andere Fragen hoffe ich diskutieren zu können. Wer die Reisekasse aufbessern möchte, kann nachfolgend flattern oder sich hier informieren, auf welchem Wege man die Arbeit unterstützen kann. Für jedweden Beitrag herzlichen Dank!

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