Zum „Zukunft Bau“-Kongress nach Bonn

Alte Fassade

So sieht die Zukunft des Bauens meiner Meinung nach aus: Die alten zu sanierenden Häuser sind die Aufgabe, vor der unsere Bauwirtschaft steht.

Auf dem Weg zu einer Tagung am 13./14. Mai in Bonn, bei der man unser Bauministerium loben muss: Beim Thema „Zukunft Bau“ geht es nämlich auch darum, wie zukunftsfähig Bauen überhaupt ist, und Referent Thomas Auer titelt „Weniger ist Zukunft“, Architekt Lederer spricht in ähnlichem Sinne über „Die Zukunft der Vergangenheit“. Der zweitägige Kongress wird genau gesagt vom heutigen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) veranstaltet, gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) . Andere Teile des Programms widersprechen allerdings ein wenig dieser generellen Debatte, denn es geht dann um Bauforschung und verschiedene Bauweisen. Um die müssten wir uns von einem radikalen Standpunkt aus nicht kümmern, wenn wir uns ausschließlich auf Sanierung und Umnutzung konzentrieren. Sind also die zum Auftakt verhandelten Fragen nur ökologisches Feigenblatt?

Eine polemische Frage, das gebe ich zu, und komme dadurch zu einem grundsätzlichen Problem bei der Diskussion mit Fachleuten, die unser Bauen und Planen zum Besseren wenden möchten: Mein radikaler Standpunkt, dass wir genug gebaut haben und eine grundlegende Wende einläuten müssen, stellt automatisch auch des ehrliche Bemühen von all denen in Frage, die für ein schonenderes und ökologischeres Bauen und Wohnen eintreten. Und so erzeugte ich erst vor kurzem Unwillen mit meinen Äußerungen, auf den ich womöglich in Kürze noch detaillierter eingehen kann, aber eines zumindest soll hier gesagt sein: Selbstverständlich habe ich großen Respekt für jeden, der in seinem Bereich zum Umdenken beiträgt, der zum Beispiel über neue Bautechnologie und umweltfreundliches Material nachdenkt oder über neue Steuersysteme wie die Grundsteuerreform. Dieser Respekt soll dadurch nicht geschmälert werden, dass wir meines Erachtens ein noch deutlicheres Umdenken brauchen, dass nicht weniger sondern gar nicht neu gebaut werden sollte und dass es eben nicht genug ist, nur „grüner“ zu planen.

Zuschüsse für die Reisekasse per Flattr oder auf diesen Wegen. Danke!

 

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