Schlagwort-Archive: Wuppertal

Zum Start nach Wuppertal

Wuppertal Institut in Baustelle

Rechts der Hauptbahnhof Wuppertal, vorn die Baustelle für das Millionenprojekt Döppersberg, und in Bildmitte wird zukünftig ein Primark-Kaufhaus für Billigtextilien die Sicht versperren, wo man noch das Wuppertal Institut erblickt.

Es passt mehrfach gut, dass die erste Buchvorstellung mich am Mittwoch, den 26. August – nur zwei Tage nach dem Erscheinen im Buchhandel – nach Wuppertal führt: Inhaltlich verbindet mich vieles mit der Suffizienzforschung am gastgebenden Wuppertal Institut, außerdem bin ich in der Stadt aufgewachsen, und beobachte darum besonders aufmerksam und oft mit großer Wut, wie sich die Stadt derzeit entwickelt – beispielhaft dargelegt in einem Beitrag zu den FOC- und Center-Plänen im bergischen Center-Dreieck. Seit diesem Text gibt es schon wieder neue Pläne für weitere 4.000 Quadratmeter Handelsfläche (als ersten Schritt) nur wenige Schritte entfernt. Genug lokalen Anlass also, in Wuppertal über ein Ende der Bauwut zu sprechen – die Details hier oder auf dieser Webseite.

Beiträge zu Shopping-Centern

Shopping-Center Playmobil

Das zwölfte Kapitel im Buch „Verbietet das Bauen!“ widmet sich „lebendigen Städten ohne Amazon und ECE“ und wendet sich auch gegen Shopping-Center.

Für den Blog „Verbietet das Bauen“ gibt es nachfolgend einen Überblick zu verschiedenen Beiträgen, die sich um Center und ihre Folgen drehen – und teilweise auch um andere Formen der Bauwut im Handel. Das Thema beschäftigte mich schon Ende der 1990er Jahre in einer Diplomarbeit bei Harald Bodenschatz zu Shopping-Centern aus betriebswirtschaftlicher und stadtplanerischer Sicht.

Kurz davor wurde in meiner Heimatstadt Wuppertal ein ECE-Center gebaut, und dazu gibt es einen historischen Text von 1996. Von der 2012/13 diskutierten Erweiterung dieses Centers handelt der kurze Film Stadtwandel in Wuppertal. Dazu gab es einen kleinen Text-Nachtrag.
2015 drohen gleich mehrere neue Shopping-Center, Factory Outlet Center, Ikea und Primark im bergischen Center-Dreieck Wuppertal, Solingen und Remscheid. Der Streit zwischen den Kommunen führt zum Krach im bergischen Center-Dreieck.
Und in Duisburg sah es lange Zeit auch nicht besser aus. Doch 2016 eine Wende, um die es unter anderem in diesem Beitrag geht.

Mein Umzug nach Oldenburg 2007 kam leider genau passend dazu, dass auch dort ein ECE-Center eröffnet wurde. Es war angeblich ganz klein, doch seine wahre Größe lässt sich berechnen. Die Folgen zeigten sich dann bald am anderen Ende der Innenstadt.
Zu Oldenburg ein aktueller Nachtrag.
Dieses ECE-Center kriegt nicht genug: 2014 ein Update über unersättliche Center. Und weil das ECE-Center immer noch nicht genug kriegt, folgte 2017 der Text Unersättliche Center Teil 2.
Auch andere große Verkaufsflächen schaden den bestehenden Händlern, zum Beispiel ein neues Gartencenter. Beim Streit darüber wurde 2015 der Begriff „Verkaufsfläche“ merkwürdig verdreht. Ähnlichen Konkurrenz zwischen bestehenden und neuen Handelsflächen gibt es 2017 in Gera bei einem XXXL-Möbelmarkt.

In Jena wurde am Eichplatz ein Center geplant, mit den gleichen Argumenten wie die Centermacher sie immer wieder verwenden – dazu der Text Jena ist überall. Außerdem ein Beitrag bei der Bürgerinitiative mein Eichplatz. Im März 2014 lief der Countdown in Jena.

Ein Bericht zum 2014 eröffneten Center im Bikini Haus in Berlin, und zum womöglich bald größten Shopping-Center der Stadt, der am 24.9.2014 eröffneten Mall of Berlin.

Ein erfolgreiches Bürgerbegehren gegen ein Shopping-Center in Bonn, doch Karstadt-Investor Benko bedroht Bonn unter anderem durch Leerstand in den Gebäuden in seinem Eigentum. Den Protest der Bürgerinitiative beschreibt – ebenso wie einen Blog in München gegen ein Benko-Projekt – dieser Text.

Fast so groß wird das Überseequartier, neues Center in der HafenCity Hamburg.

Filme und Bilder
Ein Kurzfilm zum Angriff auf Zittau. Ein Hinweis auf einen schönen Film zu den Rückseiten von Shopping-Centern in Duisburg. Die Nachricht vom 1.4. zur MIPIM-Ehrung für Stadtzerstörung an den Kö-Bogen Düsseldorf. Und ein 60-Sekunden-Film zur Center-Rückseite von Libeskind.
Von der Immobilienmesse Expo Real 2014 einige Bilder neuer Shopping-Center.

Grundsätzliche Argumente 
im Text Der Mythos des unschädlichen Centers, darunter eine Entkräftung des Irrglaubens, Factory-Outlet-Center (FOC) seien irgendetwas anderes und darum weniger schlimm. Dazu passt die Buchbesprechung zu Factory Outlet Center – ein neuer Angriff auf die City. Schließlich ein Hinweis auf eine gemeinsame Erklärung von FOC-Gegnern.

Nachrichten der „Immobilien Zeitung“ im Sommer 2014 erklären einiges über die Finanzströme hinter Shopping-Centern und sprechen die Umwandlung der Kaufhäuser an.

Nicht zuletzt: Der Architekt, Immobilienunternehmer und Städteplaner Walter Brune im Gespräch auf dem Blog. Er entwickelte einst das Rhein-Ruhr-Zentrum und wurde dann zum Gegner großer Shopping-Center. Ergänzend einige Buchtipps auf der Webseite.

Der Online-Handel ist ein zusätzlicher Grund, keine neuen Handelsflächen zuzulassen – wie im Beitrag zu Multi-Channel als Denkmalschutz ausgeführt.

Alternativen für Stadtzentren: Um das Modell eines „Zentrumsmanagements“ nach Vorbild des Centermanagements, aber ohne Shopping-Center, geht es auf dem Blog in diesem Beitrag.

Wer meine Tätigkeit gegen Shopping-Center unterstützen möchte, kann nachfolgend flattern oder sich hier über Wege informieren, zu helfen. Vielen Dank!

„Verbietet das Bauen“ auf der Stadtwandel-Tagung

Was für eine Symbolik: Die Anfahrt zur Tagung der Klimaexperten wurde durch die Folgen jenes rücksichtslosen Kohleabbaus behindert, der den Klimawandel mit verursacht hat. Es gab „Bergschäden“ in Essen, weil alte Stollen unter den Bahnlinien entdeckt wurden und die Strecken abzusacken drohten. So verzögerte sich meine Fahrt zur Stiftung trias in Hattingen, wo ich mit dem Geschäftsführer Rolf Novy-Huy über die Stiftungsarbeit sprach, über das Zusammenleben in Wohnprojekten und den behutsamen Umgang mit Boden. Mehr in Kürze zu hören bei der Gesprächsreihe „Wahrheit beginnt zu zweit“; nun aber ein Blick auf die Tagung Stadtwandel als Chance des Wuppertal Instituts.

Bergschäden

Vom Hauptbahnhof in Wuppertal ging es durch die heruntergekommene Fußgängerunterführung in Richtung Innenstadt. Zukünftig wird dieser Ort vielleicht zu einem Bahnhofs-Center, wie ich auf „Verbietet das Bauen“ schildere. Leider nicht mit der Schwebebahn, sondern wegen Bauarbeiten mit dem Bus ging es zur Tagung, zu Beginn mit Blick auf die abweisende Seitenfront des ECE-Shopping-Centers aus dem Film Stadtwandel in Wuppertal.
Von den vielen Kontakten auf der Tagung hier nur Bemerkungen zu zwei Vorträgen, denn sie verdeutlichen meines Erachtens einige Besonderheiten der Klima-Wissenschaftler und der Planungs-Praktiker aus Politik und Verwaltung.

Versiegeln und Entsiegeln
Stefan Siedentop vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) und der TU Dortmund sagte in seinem Eingangsvortrag zur Schrumpfung von Städten, dass in typischen Gründerzeitvierteln heutzutage nur halb soviel Menschen leben wie in den 1950er Jahren und sogar 80% weniger als zur Gründerzeit um 1900. Weiterlesen

„Verbietet das Bauen“ auf der Immobilienmesse

Nachfolgend ein Beitrag von der Expo Real 2013, kurz vor dem Start des Blogs „Verbietet das Bauen“. Von der Expo Real 2014 gibt es hier einige Centerbilder. Zum Thema Immobilien auch ein Beitrag von Ende 2014 zu den Luxemburg Leaks.

Etwas erstaunt schaute Gabriele Stegers, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Hochtief Projektentwicklung, als ich mich Ihr auf der Immobilienmesse Expo Real in München als Vertreter des Blogs „Verbietet das Bauen“ vorstellte. Da hätten wir wohl eher nichts gemeinsam, meinte sie. Doch auf Nachfrage stellte sich heraus, dass bei diesem Unternehmen durchaus Umsatz mit dem Umbau von bestehenden Häusern gemacht wird, es also dort nicht nur um Neubau geht. Wie weit die Gemeinsamkeit reicht, müsste ein zukünftiges Gespräch zeigen – aber der erste Kontakt ist geknüpft, und dazu dient eine Messe.

Messeticket vor Ort

„Verbietet das Bauen“ als Pressevertreter auf der Expo Real 2013.

Wegbereiter bei diesem Kennenlernen war Roland Stimpel, Chefredakteur des Deutschen Architektenblattes, der sich in einem Gespräch ebenfalls nicht der Forderung anschloß, das Bauen zu verbieten. Auch mit ihm ist das letzte Wort noch nicht gesprochen; ebenso mit anderen auf der Messe getroffenen Personen, darunter Thomas Porten von der Immobilien Zeitung und der Architekt Muck Petzet. Aber genug der Namen, es seien von den Gesprächen in München zwei Themen herausgegriffen: Warum gebaut wird, und wo das Geld für die Beschäftigung mit solchen Themen im Blog herkommt.

Warum wird gebaut?
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