Schlagwort-Archive: Wuppertal Institut

Klima und Stadt diskutieren

Bild des Programms.

Programm der Jahrestagung der beiden Verbände für Stadt- und Regionalplanung.

Genau genommen ist der Titel dieses Beitrags derjenige der Stadtplaner-Jahrestagung in Eschborn am 12. und 13. November, noch exakter: es handelt sich um die gemeinsame Jahrestagung des IfR (Informationskreis für Raumplanung) und der SRL (Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung). Einerseits erinnert dieser Titel an die Tagung zum Stadtwandel (in freundlicher Anlehnung an den Namen meines früheren Verlags) beim Wuppertal Institut Ende 2013, welches auch diesmal einer der Partner ist – Stadtwandel und Klimawandel sind nicht zu trennen. Andererseits könnte die Formulierung auch als Titel meines herbstlichen Messe- und Tagungsprogramms dienen. Zusätzlich zu Buchvorstellungen und Presseterminen besuchte ich seit Ende September sechs Veranstaltungen und legte dabei rund 4.000 Kilometer zurück Weiterlesen

Zum Start nach Wuppertal

Wuppertal Institut in Baustelle

Rechts der Hauptbahnhof Wuppertal, vorn die Baustelle für das Millionenprojekt Döppersberg, und in Bildmitte wird zukünftig ein Primark-Kaufhaus für Billigtextilien die Sicht versperren, wo man noch das Wuppertal Institut erblickt.

Es passt mehrfach gut, dass die erste Buchvorstellung mich am Mittwoch, den 26. August – nur zwei Tage nach dem Erscheinen im Buchhandel – nach Wuppertal führt: Inhaltlich verbindet mich vieles mit der Suffizienzforschung am gastgebenden Wuppertal Institut, außerdem bin ich in der Stadt aufgewachsen, und beobachte darum besonders aufmerksam und oft mit großer Wut, wie sich die Stadt derzeit entwickelt – beispielhaft dargelegt in einem Beitrag zu den FOC- und Center-Plänen im bergischen Center-Dreieck. Seit diesem Text gibt es schon wieder neue Pläne für weitere 4.000 Quadratmeter Handelsfläche (als ersten Schritt) nur wenige Schritte entfernt. Genug lokalen Anlass also, in Wuppertal über ein Ende der Bauwut zu sprechen – die Details hier oder auf dieser Webseite.

„Verbietet das Bauen“ beim db-Suffizienzkongress

screenshot db Suffizienzkongress

Eben zurück aus Bonn vom „Zukunft Bau Kongress„, geht es jetzt nach Darmstadt zum db Suffizienzkongress. Ein ähnliches Thema: Beidesmal beschäftigen sich Experten rund um Bauen und Architektur nun mit Klimazukunft und der Frage, wie wir in dieser klarkommen werden. Einfach mal weniger bauen und weniger verbrauchen wäre eine Antwort. Wie wir das beim Bauen schaffen, müsste im Detail erforscht werden, so meine Weiterlesen

„Verbietet das Bauen“ auf der Stadtwandel-Tagung

Was für eine Symbolik: Die Anfahrt zur Tagung der Klimaexperten wurde durch die Folgen jenes rücksichtslosen Kohleabbaus behindert, der den Klimawandel mit verursacht hat. Es gab „Bergschäden“ in Essen, weil alte Stollen unter den Bahnlinien entdeckt wurden und die Strecken abzusacken drohten. So verzögerte sich meine Fahrt zur Stiftung trias in Hattingen, wo ich mit dem Geschäftsführer Rolf Novy-Huy über die Stiftungsarbeit sprach, über das Zusammenleben in Wohnprojekten und den behutsamen Umgang mit Boden. Mehr in Kürze zu hören bei der Gesprächsreihe „Wahrheit beginnt zu zweit“; nun aber ein Blick auf die Tagung Stadtwandel als Chance des Wuppertal Instituts.

Bergschäden

Vom Hauptbahnhof in Wuppertal ging es durch die heruntergekommene Fußgängerunterführung in Richtung Innenstadt. Zukünftig wird dieser Ort vielleicht zu einem Bahnhofs-Center, wie ich auf „Verbietet das Bauen“ schildere. Leider nicht mit der Schwebebahn, sondern wegen Bauarbeiten mit dem Bus ging es zur Tagung, zu Beginn mit Blick auf die abweisende Seitenfront des ECE-Shopping-Centers aus dem Film Stadtwandel in Wuppertal.
Von den vielen Kontakten auf der Tagung hier nur Bemerkungen zu zwei Vorträgen, denn sie verdeutlichen meines Erachtens einige Besonderheiten der Klima-Wissenschaftler und der Planungs-Praktiker aus Politik und Verwaltung.

Versiegeln und Entsiegeln
Stefan Siedentop vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) und der TU Dortmund sagte in seinem Eingangsvortrag zur Schrumpfung von Städten, dass in typischen Gründerzeitvierteln heutzutage nur halb soviel Menschen leben wie in den 1950er Jahren und sogar 80% weniger als zur Gründerzeit um 1900. Weiterlesen