Schlagwort-Archive: Versiegelung

„Verbietet das Bauen“ auf der Stadtwandel-Tagung

Was für eine Symbolik: Die Anfahrt zur Tagung der Klimaexperten wurde durch die Folgen jenes rücksichtslosen Kohleabbaus behindert, der den Klimawandel mit verursacht hat. Es gab „Bergschäden“ in Essen, weil alte Stollen unter den Bahnlinien entdeckt wurden und die Strecken abzusacken drohten. So verzögerte sich meine Fahrt zur Stiftung trias in Hattingen, wo ich mit dem Geschäftsführer Rolf Novy-Huy über die Stiftungsarbeit sprach, über das Zusammenleben in Wohnprojekten und den behutsamen Umgang mit Boden. Mehr in Kürze zu hören bei der Gesprächsreihe „Wahrheit beginnt zu zweit“; nun aber ein Blick auf die Tagung Stadtwandel als Chance des Wuppertal Instituts.

Bergschäden

Vom Hauptbahnhof in Wuppertal ging es durch die heruntergekommene Fußgängerunterführung in Richtung Innenstadt. Zukünftig wird dieser Ort vielleicht zu einem Bahnhofs-Center, wie ich auf „Verbietet das Bauen“ schildere. Leider nicht mit der Schwebebahn, sondern wegen Bauarbeiten mit dem Bus ging es zur Tagung, zu Beginn mit Blick auf die abweisende Seitenfront des ECE-Shopping-Centers aus dem Film Stadtwandel in Wuppertal.
Von den vielen Kontakten auf der Tagung hier nur Bemerkungen zu zwei Vorträgen, denn sie verdeutlichen meines Erachtens einige Besonderheiten der Klima-Wissenschaftler und der Planungs-Praktiker aus Politik und Verwaltung.

Versiegeln und Entsiegeln
Stefan Siedentop vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) und der TU Dortmund sagte in seinem Eingangsvortrag zur Schrumpfung von Städten, dass in typischen Gründerzeitvierteln heutzutage nur halb soviel Menschen leben wie in den 1950er Jahren und sogar 80% weniger als zur Gründerzeit um 1900. Weiterlesen