Schlagwort-Archive: Leerstand

Vom Vortrag in Graz zum Wiener Grätzlhotel

Alt und Neu in Graz

Bevor die Tour weitergeht in Potsdam, Berlin und Dresden (und – NEU – später auch nach Bielefeld; alle Termine hier), gibt es Bilder von der Fahrt nach Österreich. In Graz luden die Kunstgeschichtler der Universität ein, in Kooperation mit Grazwiki, einem online-Portal, auf dem man Informationen zu Altbau & Neubau & Abrissen in Graz bekommt. Zu einigen solchen Orten führte mich Martin Brunner am Nachmittag, zu skurrilen Kombinationen wie oben zu sehen – mehr dazu direkt auf Grazwiki zur Schönaugasse 54 -, und zu goldenen Nachbarschaften: Weiterlesen

Trier 16.7., Deutschlandradio Kultur 17.7.

Anmeldekarte Handelssymposium

Anmeldungs-Karte für das dritte Handelssymposium in Trier.

Wie kann man privates Kapital besorgen, um Innenstädte zu entwickeln? Darum geht es im 3. Handelssymposium des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums, zu dem ich am 16. Juli nach Trier fahre. Es geht um gewinnorientierte und gemeinnützige Formen, Kapital zu sammeln und Investitionen zu bündeln – Grundlage ist eine zuvor erstellte Machbarkeitsstudie der Technischen Universität Wien, die hier als Download zur Verfügung steht (oben rechts). Zwar interessieren mich in erster Linie die Möglichkeiten, Läden aus einer Hand zu managen, siehe meine Erläuterung zur Fahrt nach Wien und Tübingen. Doch wenn Häuser von Kommunen oder mit ihnen kooperierenden Investoren sogar gekauft werden, dann lässt sich auch Weiterlesen

Upcycler, Stadtdenkerin, Bauminderer

Ludwig Erhard Haus Berlin

Hier im Ludwig Erhard Haus fanden die Berliner Energietage statt.

Einige Treffen in den letzten Tagen: Am Montag in Oldenburg hielt Michael Ziehl einen Vortrag, der seiner Agentur den schönen Namen urban upcycling gab. Mit dieser „Agentur für städtische Ressourcen“ gibt er sich das Motto „urban upcycling arbeitet mit dem, was da ist“. Ganz im Sinne des Bauverbot-Blogs geht es ihm darum, vorhandene Häuser und Orte mit Leben zu füllen, wozu er beeindruckende Referenzen vorweisen kann: Beim Hamburger Gängeviertel Weiterlesen

Überblick: Beiträge zu Leerstand

leere Räume

Wenn man fordert, das Bauen zu verbieten, muss man sagen, wo die Menschen Platz finden. Zum einen geht es dann darum, zusammenzurücken, wie im Text für die Berliner Zeitung beschrieben, oder im Film Platzverschwender vs. Bruno Taut. Zum anderen würden wir weit kommen, wenn der Leerstand beseitigt würde, den wir allerorten finden, in Büros und Industriebauten, Läden und Wohnungen.

Welche erprobten Mittel und welche Ideen es dafür gibt, zum Beispiel in den Niederlanden, schildert das siebte Kapitel im Buch „Verbietet das Bauen!“.

Auf dem Blog „Verbietet das Bauen“ ging es in einer Reihe um Leerstand und Mittel dagegen: Weiterlesen

Am Telefon: Center-Gegner und Bauernhaus-Freunde

Screen shots Jenapolis Bauernhaus

Am Montag klingelte es am Telefon und Gegner eines Shopping-Centers aus Jena meldeten sich, vernetzt unter anderem auf der Online-Plattform Jenapolis. Der Eichplatz im Herzen der Stadt soll mit einem Shopping-Center bebaut werden. Rund 10.000 Quadratmeter Verkaufsfläche würden rund 30 Millionen Euro jedes Jahr von anderen Läden wegnehmen – wenn sich nicht die Gegner der Bürgerinitiative mein Eichplatz durchsetzen.

Am Dienstag dann ein Anruf, bei dem es anfangs um ein ganz anderes Thema ging: Die IG Bauernhaus mit 6.000 Mitgliedern kümmert sich um das historische Erbe, das mit den alten Häusern verbunden ist. Dabei geht es auch um den Erhalt der Kulturlandschaft, die Häuser und Natur bilden. Und weil Altbauten den Neubau-Fetischisten immer wieder im Weg stehen, landeten wir dann plötzlich erneut beim Kampf gegen ein Shopping-Center: In Zittau sollen für ein „Fachmarktzentrum“ gleich 13 alte Häuser abgerissen werden. Wenn sich nicht auch hier die Bürger wehren, wie in der Bürgerinitiative. Sie haben sich mit anderen Centergegnern vernetzt – auch auf Facebook – die in Bautzen, Görlitz und Hoyerswerda gegen Center kämpfen.

Nicht am Telefon, sondern per E-Mail wurde ich am Donnerstag auf ein neu gestartetes Online-Magazin rund um Architektur und Bauen von frei04 Publizistik aufmerksam. Und im Feed von urbanophil stieß ich auf das Nospolis-Symposium in Wuppertal zu den Commons, gemeinschaftlich genutzten Gütern. Dort spricht unter anderem die Buchautorin Silke Helfrich, die den commonsblog betreibt – und die in Jena lebt und ein Profil bei Jenapolis vorweisen kann.

Beitrag in der „Planerin“ erschienen

Im Magazin „Planerin“ des Verbands der Stadt-, Regional- und Landschaftsplaner (SRL) erschien soeben mein Artikel „Warum das Bauen verboten werden sollte“, der auch auf dem Blog zum Bauverbot zu lesen ist. Es ist mir wichtig zu zeigen, dass gute Gründe gegen das Bauen sprechen: die schädlichen Folgen für die Umwelt und die Städte, die oft höheren Kosten des Neubaus im Vergleich zu Umnutzung und Sanierung, und die hinter der Bauwut steckenden Interessen von Lobbygruppen wie Baugewerkschaft und Bauindustrie. Es geht auch ohne Neubau, wenn wir schätzen, was wir bereits haben – unsere Häuser und Städte.

Titelbild Planerin