Auf dem Weg zum ILS und zur InnovationCity

screenshot ILS

Schwarze Schrift und gelbe Farbkleckse zeigt die Webseite des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung ILS in Dortmund.

Zwei Städte im Ruhrgebiet steuere ich für Gespräche an, und alles dreht sich nahezu beispielhaft um Stadtwandel in Zeiten des Klimawandels.

Am Montag geht es zum ILS Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung für ein Gespräch in der Reihe „Wahrheit beginnt zu zweit“ mit dem wissenschaftlichen Direktor Stefan Siedentop. Ja genau, ihn erwähnte ich im Tagungsbericht zu „Stadtwandel als Chance“ in Wuppertal, wo er über den Wandel in Zeiten der Schrumpfung sprach. Fatalerweise wird auch in den schrumpfenden Regionen vom Osten bis ins Ruhrgebiet weiter neu gebaut, weil mancher hofft, mit einem neuen Gewerbepark oder einer neuen Wohnsiedlung dann jene Zuzüge anzulocken, die den Trend mildern oder umdrehen. Der Flickenteppich unserer Stadtregionen wird dadurch noch ausgefranster: In der Mitte stehen immer mehr Häuser leer und Fabrikgelände liegen brach, am Rand franst es weiter aus.

Wie man stattdessen die vorhandene Stadt umbauen kann, dafür steht das Modellprojekt der InnovationCity Ruhr – das ist Bottrop -, wo ich zu einem Gespräch bei der Stadtplanung fahre. Als Gewinner eines Städtewettbewerbs im Ruhrgebiet wird ein zentraler Bereich von Bottrop mit 69.000 Einwohnern über zehn Jahre saniert und umgebaut.

Plan Bottrop InnovationCity-Gebiet

Das Gebiet der „InnovationCity“ Bottrop hängt an meinem Schreibtisch als beispielhaftes Stadtwandel-Projekt.

Der CO2-Ausstoß soll in diesem Zeitraum halbiert werden. Zwar wurde der Wettbewerb maßgeblich von der Industrie angestoßen, es finden sich auch Neubauten unter den Projekten und die beteiligten Firmen wollen gern ihre Produkte präsentieren, etwa zur Wärmedämmung. Trotzdem scheint mir der Umbau von Bottrop deutschlandweit eines der besten Muster für den notwendigen Umbau unserer Städte.

Schließlich werde ich auf der Rückfahrt erneut in Dortmund stoppen und mit Egbert Dransfeld sprechen, der das Institut für Bodenmanagement leitet. Dort berät er Kommunen zu effizientem Umgang mit der Fläche. Aufmerksame Leser erinnern sich an seinen Namen vom Artikel zu Umbau ohne Neubau: Aus der jüngsten Umbaukultur-Tagung zitierte ich seine Anregung, man müsse bei der wirtschaftlichen Betrachtung von Bauprojekten das gesamte Stadtquartier anschauen, und könne dabei vielleicht zum Vorbild nehmen, wie bei städtebaulichen Maßnahmen der Wertzuwachs berechnet wird.

Reisen bildet, aber es kostet Zeit und Geld. Niemand bezahlt mich dafür, sondern ich fahre, um dem Stadtwandel in Zeiten des Klimawandels nachzuspüren und dann die Ergebnisse in Form von Texten, Filmen oder diesmal Tonspuren/Podcast über den Blog zu verbreiten. Zuschüsse für die Reisekasse per Flattr oder auf diesen Wegen sind gern gesehen. Vielen Dank!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.