„Verbietet das Bauen“ auf der Umbaukultur-Tagung

Broschüren

Schriften aus dem Ruhrpott: Das Buch zur „Architektur in Essen“ links wird unten im Text vorgestellt. Die Stadt Gelsenkirchen veröffentlicht in der Broschürenreihe „Stadtprofile“ erfreulicherweise neben Werkssiedlungen und Backsteinbauten auch ein Heft zur Architektur der 1950er Jahre.

Bevor es bei diesem Reisebericht um die Tagung zur Umbaukultur geht (der Vorbericht war hier), ein Buchtipp als weiteres Ergebnis der Fahrt ins Ruhrgebiet: In zwei Bänden kann man sich einen hervorragenden Überblick zur Architektur in Essen verschaffen. Der erste Band zeigte Bauten, die 1900-1960 erbaut wurden, und stellte dabei historische Aufnahmen Bildern von heute gegenüber. Der zweite Band verzichtet wegen der aktuelleren Bauten logischerweise auf diese Gegenüberstellung und zeigt mehr Details zu 120 Gebäuden und 10 Siedlungen. Wunderbare Schwarz-Weiß-Fotos, informative Kurztexte – eine Empfehlung.

Berger Bergmann und Peter Brdenk (Hg.): Architektur in Essen 1960-2013. Klartext Verlag, Essen. 220 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 978-3-8375-0832-1
Wo bestellen? Vor Ort in jeder Buchhandlung Deutschlands, online direkt beim Klartext Verlag, oder zum Beispiel bei einer der größten inhabergeführten Buchhandlungen, Bücher Wenner Osnabrück mit Bültmann & Gerriets Oldenburg, die eine online-Bestellung ohne Versandkosten innerhalb Deutschland anbieten und ein Rückgaberecht von 14 Tagen.

Umbaukultur Reader

Die begleitende Broschüre zur Tagung „Umbaukultur“. Foto: StadtBauKultur NRW/ Fotograf Cristóbal Márquez

Bei der Tagung Umbaukultur der Landesinitiative Stadtbaukultur NRW inspirierten mich derart viele Vorträge und Gespräche, dass sozusagen als Ergebnis der Fahrt auf dem Blog „Verbietet das Bauen“ nun ein Text steht zu Umbau ohne Neubau. Ergänzend hier einige Quellen und Namen:
– Das im Text erwähnte Aufbau Haus von Matthias Koch. Er gab auch den Hinweis, bei der Bilanz nicht nur die Immobilien, sondern die ganze Region anzusehen.
– Wunderbare Beispiele für Sanierungen zu 600, 1.100 und 1.600 €/qm und die daraus folgenden Mieten zeigte Dieter Kraemer von der Wohnungsbaugesellschaft VBW Bochum.
– Projekte von Steff Fischer auf der Webseite seiner Firma
– Egbert Dransfeld leitet das Institut für Bodenmanagement
– Das schöne Wort „Umbauland“ nutzte Kunibert Wachten in seinem Vortrag

Vielen Dank außerdem allen Gesprächspartnern in den Kaffeepausen und allen Vortragenden, die ich möglicherweise hier vergessen habe!

Muck Petzet hielt einen Vortrag und sprach unter anderem die ganzheitliche Bilanz für Abriss oder Neubau an sowie die Architektenhonorare. Von ihm ist der Vergleich eines Hauses mit einer Dose entlehnt. Ein origineller Tipp aus seinem Vortrag: Wenn man bei der Bildersuche einer Suchmaschine „nachhaltige Architektur“ eingibt, kommen nicht etwa dauerhafte Altbauten raus, sondern (meist futuristische und oft grüne) Neubauten.

Zuschüsse für die Reisekasse per Flattr oder auf diesen Wegen. Vielen Dank!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.