Archiv der Kategorie: Stadtwandel

Pressemitteilung 07.05.2021: Oldenburg soll Gutachten zur Verfassungswidrigkeit der A20 beauftragen

Im vorigen Jahr profitierte die Stadt Oldenburg mit etwa 180.000 Euro von den Erlösen der Autobahnmaut für LKWs, wie nun bekannt wurde. Die Grünen im Bund sagen, diese Einnahmen sollten für Radwegebau eingesetzt werden. Diesen Vorschlag begrüßt der Wirtschaftswissenschaftler Daniel Fuhrhop, der als Parteiloser für Bündnis 90/ Die Grünen als Oberbürgermeister von Oldenburg kandidiert, denn Investitionen in Mobilität sollten in erster Linie in Fahrrad- und Busverkehr fließen. Fuhrhop hat jedoch einen neuen Vorschlag für eine thematisch noch passende Verwendung der Mauteinnahmen: Die Stadt Oldenburg soll mit den Erlösen der Autobahnmaut ein Gutachten beauftragen, um die Verfassungswidrigkeit der geplanten Autobahn A20 zu prüfen. Fuhrhop: „Das neue Urteil des Bundesverfassungsgerichts sagt eindeutig, dass bisherige Maßnahmen zum Klimaschutz nicht ausreichen. Der Bau der „Moorautobahn“ A20 könnte daher dem Grundgesetz widersprechen. Die Stadt Oldenburg sollte dies prüfen lassen, weil sie doppelt betroffen ist.“

Zum einen droht der Bau der A20 nördlich von Oldenburg Moorgebiete zu zerstören, die als CO2-Senken für den Klimaschutz bedeutsam sind, und obendrein unsere Kulturlandschaft prägen. Der durch die neue Autobahn ausgelöste zusätzliche Verkehr wird außerdem die Stadt Oldenburg belasten.

Zum anderen betrifft das Oldenburg als neuer Sitz der Autobahn GmbH an der Moslestraße. Wie gestern bekannt wurde, kostet die Einrichtung dieser Autobahn GmbH nun 1,8 Milliarden Euro (statt zuvor geplanten 1.4 Milliarden). Dazu kommen mindestens 5,2 Milliarden Euro für den Bau der A20: „Milliardensummen für Autobahn GmbH und Autobahnbau sind ökonomisch unverantwortlich und möglicherweise aufgrund des Klimaschutzes verfassungswidrig“, sagt Daniel Fuhrhop, an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Fachgebiet Ökologische Ökonomie tätig.

Er wolle verhindern, dass die Stadt Oldenburg in die Mitverantwortung für ein verfassungswidriges Vorhaben gezogen werde. Die Erlöse der Autobahnmaut seien eine gute Gelegenheit, das frühzeitig zu verhindern.

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Pressemitteilung als pdf zum Download: PM_20210705_Gutachten Moorautobahn

Pressemitteilung 02.05.2021 Investition in Radwege statt in „Entlastungstraße“

Oberbürgermeister-Kandidat Daniel Fuhrhop unterstützt die Proteste von „Wald-Wasser-Wiesen Retten: Stoppt die Fliegerhorststraße“ und besucht am 2. Mai die Protestaktion. Gegen den Bau der Straße spreche nicht nur der Arten- und Klimaschutz, sondern auch der notwendige Mobilitätswandel: Verkehrsplanung sollte den Schwerpunkt auf klimaneutrale Mobilität setzen, und das bedeutet in Oldenburg vor allem das Fahrrad. Hierzu sagt der parteilose Kandidat Daniel Fuhrhop, der von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützt wird: „14,6 Millionen Euro, davon 6 Millionen von der Stadt, sollten nicht für eine „Entlastungsstraße“ ausgegeben werden, sondern für Radwege – vom und zum Fliegerhorst, in alle Richtungen. So hätte schon längst die gesamte Alexanderstraße mit breiten, asphaltierten und roten Radwegen ausgebaut werden können. Davon würden nicht nur zukünftige Bewohner:innen des Fliegerhorstes profitieren. Im Gegenteil: alle Oldenburger:innen könnten im Norden der Stadt sicherer und entspannter Rad fahren. Das verdient eine Investition von 14,6 Millionen Euro, keine neue Autostraße.“ Ein entsprechendes Wahlergebnis auch für den Stadtrat vorausgesetzt, will Daniel Fuhrhop den Bau der neuen Straße verhindern.

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Pressemitteilung als pdf zum Download: PM_20210502_Entlastungsstraße

Pressemitteilung 17.04.2021: Nominierung Daniel Fuhrhop als OB-Kandidat durch BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN

Für die Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg haben die Mitglieder von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN den Parteilosen Daniel Fuhrhop als Kandidaten nominiert. Am Samstag erhielt er (als einziger Bewerber) in einer Urnenwahl 51 von 52 Stimmen. Vorausgegangen war eine Online-Veranstaltung am Freitag mit Grußworten von Claudia Kemfert, Wissenschaftlerin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und Oldenburgerin, und von Sibylle Keupen, die als Parteilose für BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN im vorigen Herbst in Aachen antrat und in der Stichwahl mit 67% der Stimmen zur Oberbürgermeisterin gewählt wurde.

Daniel Fuhrhop arbeitet als Wirtschaftswissenschaftler an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Fachgebiet Ökologische Ökonomie, doch er wurde für die kommenden sechs Monate ohne Bezüge beurlaubt.

Stellvertretend für den Vorstand des Stadtverbandes Oldenburg von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN sagt Katharina Garves: „Mit Daniel Fuhrhop haben wir einen ausgewiesenen Experten für nachhaltige Stadtentwicklung als Kandidaten gewinnen können. Er bringt seine Kompetenz für eine klimagerechte Zukunft mit und ist daher ein hervorragender grüner Kandidat. Mit Daniel Fuhrhop machen wir ein Angebot über unsere Partei hinaus: durch seinen ökonomischen Hintergrund als langjähriger Unternehmer und durch seine soziale Einstellung ist er der richtige für das Amt des Oberbürgermeisters in Oldenburg.“

In seiner Nominierungsrede betonte Fuhrhop die außergewöhnliche Herausforderung durch zwei Krisen, denen wir uns stellen müssen, der Coronakrise und der Klimakrise. Wir können ihnen jedoch mit doppelter Zuversicht begegnen, sagt Daniel Fuhrhop: „Auch wenn uns dieser Gedanke momentan schwer fällt, so können wir Weiterlesen

Pressemitteilung 15.03.2021: OB-Kandidatur Daniel Fuhrhop

Anlässlich der Präsentation des Wirtschaftswissenschaftlers Daniel Fuhrhop als Kandidat für den Posten des Oberbürgermeisters durch die Findungskommission von Bündnis 90/ Die Grünen Oldenburg

 

Als parteiloser Kandidat trete ich für die Grünen an, um Oberbürgermeister von Oldenburg zu werden. Mein Leitmotiv: Entspannt nachhaltig. Vor der Entspannung kommt die Anspannung eines Wandels, nach dem die Klimakrise verlangt. Beste Beispiele eines solchen Stadtwandels kenne ich durch meine Arbeit als selbständiger Architekturverleger, als Autor und als Wirtschaftswissenschaftler. Dieses Wissen biete ich an, um in Oldenburg beste Beispiele zu schaffen.

Manche kritisieren mein erstes Sachbuch „Verbietet das Bauen!“ für dessen radikal übertriebenen Titel. Doch genauso radikal übertrieben ist die Parole „Bauen Bauen Bauen“, die manche Politiker wiederholen: Man sollte Flächenverbrauch vermeiden und nicht um jeden Preis verdichten; zudem verursachen Bau und Betrieb von Gebäuden vierzig Prozent der Treibhausgase. Darum muss man gut überlegen, ob und was man baut.

Drei Kernthemen will ich als Oberbürgermeister angehen:

  • Entspannt nachhaltig wohnen: eine „Häuserberatung“ kombiniert Energieberatung mit einer „Wohnwünsche-Beratung“. Diese hilft Menschen bei Bedarf, ihre Häuser umzubauen, Untermieter zu finden oder sozial zu vermieten.

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Zehn-Punkte-Plan flächensparendes Wohnen: Ergänzung der Studie des Wuppertal Instituts für „Fridays for Future“ zum 1,5-Grad-Ziel

11.11.2020 Positionspapier von acht Wissenschaftlerinnen aus sechs Institutionen (Liste der Unterzeichnerinnen und Einrichtungen unten)

Mehr Energieeffizienz bei Gebäuden ist zwar wesentlich, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, das zeigt die aktuelle Studie des Wuppertal Instituts für Fridays for Future. Wir müssen also mehr Altbauten sanieren und brauchen sparsamere Neubauten. Doch Energieeffizienz reicht nicht aus, worauf auch die Studie bereits deutlich hinweist und hierfür explizit auf Maßnahmen für flächensparendes Wohnen verweist. Bauen belastet das Klima von der Herstellung der Baustoffe bis zum Heizen der entstandenen Neubauten, dazu kommt der Flächenverbrauch. Darum müssen wir weniger neu bauen und stattdessen Altbauten besser nutzen. Wir brauchen Instrumente für flächen¬sparendes Wohnen, und diese liefern jetzt Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Institutionen. Sie präsentieren Maßnahmen, die den Trend steigender Wohnfläche pro Person stoppen könnten. „Es gibt bereits zahlreiche gute Beispiele für flächensparendes Wohnen in Kommunen und Wohnungsgesellschaften“, sagt Initiator Daniel Fuhrhop. Soziale Projekte des Zusammenwohnens und der Wohnraumvermittlung führen häufig – quasi als Nebeneffekt – auch zu einer besseren Nutzung vorhandener Wohnflächen. Daran lässt sich strategisch anknüpfen. Die Forschung zur Flächensuffizienz liefert vielversprechende Instrumente, die jetzt großflächig erprobt werden sollten.

Zehn-Punkte-Plan für flächensparendes Wohnen:
1. Kommunale Aktionsstellen zur effizienten Wohnraumnutzung mit Beratung für Eigentümerinnen, um vorhandenen Wohnraum besser zu nutzen. Diese Stellen arbeiten ähnlich wie bestehende Energie- und Klimaschutzagenturen und können diese ergänzen oder mit ihnen zusammenarbeiten.
2. Bauliche Teilung von Ein- und Zweifamilienhäusern Weiterlesen