Nachtrag zu Shopping-Centern: Beispiel Oldenburg

Heute ein Jubelartikel in der Oldenburger Nordwest-Zeitung, demzufolge es dem Handel hier SUPER geht. Im Jubeltext sind zwei verräterische Dinge versteckt:
– Die Kaufkraft fließt nach Oldenburg, wohl wahr. Aber denkt jemand, sie fließe aus dem Nichts hierher, oder leiden nicht eher die Händler bis ins Umland in die kleineren Gemeinden hinein? Was natürlich nicht nur am Center liegt, doch es verstärkt die Zentralisierung genauso wie neue Fachmarktzentren und Discounter.
– Wo Licht ist, da fällt auch Schatten, schreibt der Autor, und bemängelt, dass manche Menschen nun weiter fahren müssen zum nächsten Supermarkt. Die Konzentration in der Mitte ist eben immer das Gegenstück zur Entleerung am Rand.
Ein Konzept soll nun die Entwicklung des Einzelhandels leiten. Tja, ein Konzept gab es schonmal – und wurde dann über den Haufen geworfen, als die Centermacher von ECE kamen.

Nach dem Schreiben dieses Beitrags sendete ich den Link an den zuständigen Redakteur der NWZ, der mich fragte, ob dies als Leserbrief gemeint sei. War es zwar ursprünglich nicht, aber andererseits kann es nicht schaden – und so steht der Beitrag nun als Leserbrief in der Nordwest-Zeitung.

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