Buchmesse, BuFAS und mit der „Willkommensstadt“ in Dresden

Foto Buchmesse

Und auch 2016 mit neuem Buch und Lektor Christoph Hirsch (links) beim oekom Verlag auf der Frankfurter Buchmesse. Foto: Christine Burk.

Bevor es weitergeht mit Vorträgen in Herford am 9.11., Linz am 18.11., Bielefeld am 30.11. und Salzburg am 2.12. (Details siehe hier) sehen Sie einige Bilder zu den jüngsten Stationen der Buch-Tour. Es beginnt mit einem Bild von der Frankfurter Buchmesse (oben; siehe auch 2015), wo es zum neuen Buch Willkommensstadt eine durchaus intensive Diskussion mit Peter Feldmann gab, dem Frankfurter Oberbürgermeister, am Stand des vorwärts.

In Potsdam drehte sich die Diskussion auf Einladung der Stadtfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen um die wachsende Stadt und deren mögliche Grenzen; auch im Gespräch mit Andreas Götzmann, dem amtierenden Beigeordneten für Bauen, Wohnen und Verkehr der Landeshauptstadt Potsdam. Eine gewisse Einigkeit herrschte dazu, dass es einen Konflikt gibt zwischen dem Bedürfnis nach Freiflächen und Grün und dem vielen Neubau, wenn auch sehr unterschiedliche Meinungen herrschten, was daraus folgt. Noch uneiniger waren die Anwesenden bezüglich des Schicksals der DDR-Bauten in der historischen Stadtmitte, insbesondere der Fachhochschule sowie dem Staudenhof, einem Plattenbau mit knapp 200 Wohnungen (im folgenden Bild gleich links neben der Nikolaikirche).

Potsdam Stadtmitte

Blick aus dem Hotel Mercure auf den historisierenden Neubau des Potsdamer Landtags im Vordergrund sowie die große Nikolaikirche und die Stadtmitte dahinter. (Dieses Bild und alle folgenden: Daniel Fuhrhop)

Von Potsdam ging es nach Berlin zur Buchvorstellung der Willkommensstadt im Ladenlokal der Plattformnachwuchsarchitekten. Zuvor aber ein Schlenker zum Live-Interview beim rbb inforadio im wunderschönen Haus des Rundfunks von Architekt Hans Poelzig.

Foto Haus des Rundfunks

Mit einem Buch zur „Willkommensstadt“ nach Dresden fahren? Viele schauten skeptisch, und es ist vielleicht gerade diese Reaktion, die umgekehrt zu einer großen Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit vieler Dresdener bei meinem Besuch dort beitrug – und zu einer ungewöhnlich langen Diskussion. Die Buchvorstellung fand in den Räumen der Haupt- und Musikbibliothek statt, auf Einladung des Umundu-Festivals sowie der Lokalen Agenda 21.

Am folgenden Tag dann ein Besuch im Zentralwerk, einem außergewöhnlichen Wohn- und Arbeitsort, der in einer ehemaligen Fabrik und Druckerei derzeit entsteht, wobei auch die Stiftung Trias beteiligt ist.

Zentralwerk von Bahnhof aus

Der Blick auf das Zentralwerk vom Bahnhof Dresden-Pieschen aus zeigt nur einen kleinen Teil des großen Geländes.

Während in Ateliers und Wohnungen und Wohnateliers bereits mancher eingezogen ist, wartet ein spektakulärer Raum noch auf seine Sanierung und neues Leben: der große Saal.

Zentralwerk Saal

Wenige Tage darauf ging es nach Bremen zur Diskussion „Wie weiter wohnen? Vom (Übergangs-)Wohnen zur kulturellen Integration“. Eingeladen hatten die Architekten Feldschnieders + Kister, deren originelle blaue, rote oder grüne Containerdörfer sich angenehm von anderen Zwischenlösungen für Flüchtlingswohnen abheben und die daher im Buch zur „Willkommensstadt“ genannt sind. Ebenfalls darin zitiert wird der Migrationsforscher Wolfgang Kaschuba mit seinem „Zwiebelmodell der Integration“ (Seite 133), und auch er nahm an dem Abend teil. Zu den Bremer Gästen zählte ein Vertreter der Bremer Heimstiftung, die mit dem „Haus im Viertel“ Menschen mitten in lebendigen Stadtvierteln betreuen (siehe „Verbietet das Bauen!“ Seite 123). Wie es sich menschenwürdig wohnen lässt, ist eben in vielerlei Hinsicht umstritten – das zeigen auch folgende Plakate aus Bremen:

Protestplakat Bremen

Fundstück von einer Bremer Hauswand.

Sodann folgte ein Vortrag bei den 27. Hanseatischen Sanierungstagen des Bundesverbands Feuchte & Altbausanierung BuFAS. Bei einem einleitenden Workshop diskutieren Fachleute über den Zielkonflikt zwischen Normen und Denken: Wenn zuviel geregelt wird, schalten schlimmstenfalls die beteiligten Bauleute und Planer den Verstand aus und erfüllen lediglich die Norm, anstatt nach ihrem technischen Sachverstand die beste Lösung zu suchen.

Wunderschön: der Tagungsort Heringsdorf auf Usedom an der Ostsee.

Osdtsee bei Heringsdorf

Zu schnell musste es weitergehen nach Düsseldorf. Dort gab es eine Einladung  von Fachpolitikern von Bündnis 90/ Die Grünen rund um Planen, Bauen und Wohnen und ja, auch hier gab es intensive Diskussionen.

Düsseldorfer Landtag

Im Vordergrund der Düsseldorfer Landtag, dahinter der Rheinturm.

Dies ist eigentlich nur der „Neben-Blog“ mit Bilder von Fahrten und Informationen zu Terminen. Der Blog „Verbietet das Bauen!“ findet sich hier.

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